Richtig ausmisten: 10 Tipps für mehr Ordnung

Berlitz -

Jeder kennt sie: die Krimskrams-Box oder -Schublade. Stifte, Schlüssel und Notizzettel liegen auf einem Bett aus Münzen, Büroklammern und verloren geglaubten Lieblingshaargummis. Damit Sie diese und andere Kleinkram-Sammelstellen im Haushalt ordentlich aufräumen, haben wir 10 praktische Tipps zusammengetragen, wie Sie richtig ausmisten.

Tipps für mehr Ordnung: in 10 Schritten zum Ausmist-Profi

1. Klein anfangen

Vermeiden Sie zu große und einschüchternde To-do-Listen. Eine kurze und schmerzlose Aufräum-Aktion am Tag reicht völlig.

2. Regelmäßig ausmisten

Behalten Sie ausschließlich Dinge, die funktionstüchtig sind und Ihnen nach wie vor gefallen. Das bedeutet mindestens einmal im Jahr, raus mit den kaputten Kugelschreibern, halbleeren Handcremes und ungeliebten Oberteilen.

Zusatztipp: Wenn Sie sich bei manchen Dingen nicht sicher sind, versuchen Sie, diese im Alltag zu verwenden. Bleibt es unbenutzt, wird es aussortiert.

3. Von unten nach oben aufräumen

Es hilft, beim Aufräumen zuerst mit dem Boden anzufangen und sich dann nach oben zu Oberflächen wie Schreibtisch oder Kommode hochzuarbeiten. Auf diese Weise können Sie sich frei im Raum bewegen und sich konzentriert Ebene für Ebene vorarbeiten.

4. Sich mit gutem Gewissen trennen

Aussortierte Dinge können anderen Menschen noch eine Freude bereiten, indem sie gespendet oder auf dem Flohmarkt verkauft werden. Flohmarkt-Webseiten wie Kleiderkreisel, Shpock oder eBay Kleinanzeigen ermöglichen den bequemen Verkauf von zu Hause. Der Flohmarkt-Vorteil: Ihre Aussortierungs-Bemühungen werden mit einem Taschengeld belohnt.

5. Gewohnheiten schaffen

Versuchen Sie, ordnungsfördernde Gewohnheiten in Ihren Alltag zu integrieren. Ein einfaches aber effektives Beispiel wäre: Nach der Benutzung kommen die Dinge wieder an ihren Platz zurück. So bleiben große Aufräum-Aktionen aus.

6. Strategische Ordnungssysteme finden

Ordnung ist planbar. Überlegen Sie sich daher vor dem Aufräumen, welche Sortierung am meisten Sinn ergibt: nach Datum, Alphabet, Relevanz, Farbe oder Größe. Diese Systeme können Sie ganz nach den persönlichen Vorlieben gestalten. So sortieren manche Leute ihr Bücherregal nach Farben, andere nach Autoren.

7. Etikettieren

Das Beschriften von Aufbewahrungsgefäßen sorgt für mehr Ordnung. So finden Sie die Sachen schneller und es vermittelt einen übersichtlichen Gesamteindruck.

8. Nicht ablenken lassen

Konzentriertes Aufräumen und Ausmisten liefern die besten Resultate. Deswegen sollten Sie Laptop und Handy auf Flugmodus stellen und beiseitelegen. Zusatztipp: Lassen Sie sich durch Ihre Lieblingsmusik zum Aufräumen motivieren!

9. Laufwege nutzen

Zum richtigen Ordnen gehört, sich vor dem Verlassen eines Zimmers nach Dingen umsehen, die in einen anderen Raum gehören. So können Ordnungsprozesse ohne zusätzlichen Aufwand im Alltag ablaufen.

10. Lieblingsdinge griffbereit aufbewahren

Regelmäßig genutzte Dinge sollten stets einfach auffindbar sein, beispielweise indem sie in Schubladen ganz vorne aufbewahrt werden. Auf diese Weise können Sie ohne viel nachzudenken direkt danach greifen, und Ihre Ordnung bleibt erhalten.

Mit unseren Tipps können Sie nun erst einmal ordentlich ausmisten und Ihre Wohnung auf Vordermann bringen. Allerdings ist so nicht garantiert, dass sich keine neue Unordnung in den Schränken und Schreibtischen ansammelt. Mit welchen Systemen Sie daher direkt neue Krimskrams-Ecken vermeiden können, verraten wir Ihnen in den nächsten Absätzen.

Konmari & Drei-Kisten-System: Methoden zum richtig aufräumen

Konmari-Methode

Die nach Marie Kondō, der Bestsellerautorin von „Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändern kann“ benannte Strategie eignet sich besonders gut zum Ausmisten. Im Zentrum steht die Frage: Macht mich dieser Gegenstand glücklich? Nur wenn die Antwort „Ja“ lautet, dürfen Sie ihn behalten.

Eisenhower-Prinzip

Mit dieser Methode bekommen Sie Ihre Zettelwirtschaft in den Griff. Namensgeber ist der US-amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower. Dabei werden Dokumente in vier verschiedene Stapel sortiert:

  • Wegwerfen: alles Unwichtige, das sofort ausgemistet werden kann
  • Ablage: Dokumente, die in Ordnern abgelegt werden müssen
  • Wichtig: alles Wichtige, das abgearbeitet werden muss
  • Wunder: alles, das in weniger als zwei Minuten erledigt werden kann

Durch das richtige Ordnen wirkt der Zettelstapel weniger abschreckend und lässt sich leichter bewältigen.

Einkaufstüten-Methode

Hier gilt die Devise: Kommt etwas Neues hinzu, muss etwas Altes gehen. Besonders nützlich ist diese Methode beim Kleidungskauf. Kommen Sie also mit einer Einkaufstüte nach Hause, müssen Sie auch eine Einkaufstüte voller Dinge weggeben.

Drei-Kisten-System

Mit der Drei-Kisten-Methode wird richtig ausmisten – egal ob Kleiderschrank oder Krimskrams-Schublade – zum Kinderspiel. Sie sortieren die Dinge nach drei Kategorien:

  • Kiste eins: behalten
  • Kiste zwei: zu verschenken oder verkaufen
  • Kiste drei: Abfall

Tipp: Manchmal ist es besonders schwer „weg damit“ zu sagen. Holen Sie sich einen Freund oder eine Freundin hinzu, die Ihnen die schwierigen Entscheidungen abnimmt.

Mehr Glück empfinden durch ein ordentliches Zuhause

Egal für welche Methode Sie sich entscheiden oder welcher Tipp Ihnen das Ausmisten erleichtert: Ein ordentliches Zuhause macht einfach glücklich. Weitere Aufräum-Tipps – diesmal für die kleinen Mitglieder des Haushalts – bekommen Sie in unserem Beitrag „Kinderzimmer aufräumen leicht gemacht: Tipps für mehr Ordnung“.

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