Besser einschlafen: Diese Tipps sorgen für ruhige Nächte

Berlitz

Eine gute Mütze voll Schlaf – das ist nicht nur ein wahrer Traum, sondern sehr wichtig für die Gesundheit. Doch für manche Menschen entwickelt sich das allabendliche Einschlafen zum Albtraum – am nächsten Morgen wachen sie völlig erschöpft auf. In diesem Beitrag erfahren Sie, wo die häufigsten Ursachen für Schlafstörungen liegen und mit welchen Tipps & Tricks Sie schneller einschlafen können.

Eine Vielzahl an möglichen Ursachen

Während wir schlummern, tankt der Körper neue Energie, Zellen werden erneuert, die Muskeln wachsen, das Immunsystem wird gestärkt und Stoffwechselprodukte werden abgebaut. Auch fürs Lernen ist ein gesunder Schlaf wichtig, denn in den Tiefschlafphasen bilden sich neue Gedächtnisstrukturen heraus.

Um Schlafstörungen beheben zu können, müssen Sie zunächst einmal wissen, woher sie kommen. Generell lassen sich drei Arten von Einflüssen unterscheiden: äußere, psychische und organische.

  • In die erste Kategorie zählen beispielsweise zu helles Licht, Lärm, Hitze oder abgestandene Luft. Was oftmals unterschätzt wird: Auch das blaue Licht von Tablet, Smartphone und Co. hält lange wach und verhindert die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin im Körper.
  • Psychische Ursachen sind etwa Stress und Sorgen bis hin zu Depressionen.
  • Schwere Mahlzeiten, Sport spät am Abend sowie Medikamente können den gesunden Schlaf auf organischer Ebene beeinträchtigen.

Wenn Sie an Schlafstörungen leiden, stellen Sie genau fest, woran es liegen könnte. Treten die Symptome über einen längeren Zeitraum auf, sollten Sie einen Arzt konsultieren.

Die Evergreens gegen Schlafstörungen

Es gibt eine ganze Reihe an Tipps, die keineswegs neu sind, aber trotzdem helfen können:

  • feste Einschlaf- und Aufwachzeiten, um einen regelmäßigen Schlafrhythmus zu finden
  • ein entspannendes Bad
  • das Schlafzimmer abends lüften und anschließend die Vorhänge zuziehen
  • auf Kaffee, Cola oder Energydrinks ab dem Nachmittag verzichten, wenn Sie auf Koffein oder Tein stark reagieren
  • warme Milch mit Honig
  • eine Tasse Tee mit Lavendel, Melisse, Baldrian oder Hopfen
  • Bewegung in den frühen Abendstunden, jedoch mit einer Pause von mindestens 2,5 Stunden bis zur Nachtruhe, damit der Körper wieder runterfahren kann.

Übrigens: Vom bekannten Schäfchenzählen raten viele Experten ab, denn es kann sogar zusätzlichen Stress auslösen.

Guter Schlaf dank Saft und Co.

Wenn die bekannten Tipps nicht geholfen haben, dann gibt es noch weitere Methoden, um schnell ins Land der Träume zu schweben. Wie neuere Studien aus den USA belegen, helfen Montmorency-Kirschen vor dem Schlafengehen. Sie haben einen höheren Melatoningehalt als andere Sauerkirschsorten. Dabei ist es ganz egal, ob Sie das Obst frisch, als Saft oder gefroren zu sich nehmen – laut der Forscher werden Sie danach schneller und besser schlafen.

Als weiteres Betthupferl eignet sich Magerjoghurt mit Äpfeln oder Nüssen statt Schokolade. So steigt der Blutzuckerspiegel nur langsam an und sinkt auch im selben Tempo. Ein paar Tropfen Orangenöl auf dem Kissen oder unter der Nase haben ebenfalls eine beruhigende Wirkung und unterstützen die Nachtruhe.

Entspannung pur mit Meditation und Einschlaf-Podcasts

Oftmals sind es die Sorgen des Alltags, die Schlafstörungen hervorrufen. Um sie loszulassen, kann Meditation helfen: Stellen Sie sich ein wogendes Kornfeld oder eine rauschende Meeresbrandung vor. Alternativ können Sie auch an ein schönes Erlebnis denken, das Sie entspannt. Atemübungen wie die 4-7-8-Methode bringen den gesamten Körper ebenfalls in einen ruhigen Zustand.

Manche Menschen finden eine angenehme Nachtruhe, indem sie den Tag Revue passieren lassen oder ihre Gedanken in einem Tagebuch notieren. Antworten auf die Frage „Was war heute schön?“ können dabei helfen, den Tag positiv zu beenden.

Wenn Sie abends im Bett nicht selber lesen wollen, können Sie sich auch etwas vorlesen lassen. Hörbücher gibt es bei zahlreichen kommerziellen Anbietern oder in der Bibliothek. Oder Sie probieren es mit Einschlaf-Podcasts, bei denen Sie Kants „Kritik der Vernunft“, Märchen oder Gedichten lauschen können. Hier ist es entweder die monotone Stimmlage, das „langweilige“ Thema oder die süße Gute-Nacht-Geschichte, die Sie einschlafen lässt. Eine weitere wirkungsvolle Hilfe sind Naturgeräusche oder beruhigende Musik, welche die Herzfrequenz senken, den Geist beruhigen und für ein besseres Einschlafen sorgen.

Wer doch noch einen Blick auf Smartphone wagen will, bevor er ins Land der Träume fliegt, sollte den Blaulichtfilter seines Handys nutzen. Alternativ gibt es Apps wie Twilight oder NightScreen, mit denen sich der Nachtmodus aktivieren lässt.

So vielfältig wie diese Tipps für guten Schlaf sind auch die individuellen Vorlieben, was Ihnen am besten gefällt und hilft. Probieren Sie daher einfach einige der Tricks aus und finden Sie den optimalen Weg für Nächte voller Erholung. Damit Sie auch am Tag konzentriert bleiben, haben wir Ihnen in unserem Blog einige wirkungsvolle Übungen zusammengestellt.

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