Englische Redewendungen für den Alltag

Berlitz -

Wer mehr wie ein Muttersprachler klingen möchte, der sollte sich typisch englische Redewendungen und idiomatische Ausdrücke einmal genauer ansehen. Sie zaubern die unterschiedlichsten Bilder in unsere Köpfe und verraten bisweilen einiges über die kulturellen Gepflogenheiten des Landes. Eignen Sie sich einige der folgenden englischen Phrasen und Floskeln für den Alltag an und beeindrucken Sie Ihre englischen Gesprächspartner mit Ihrem Wortschatz!

Easier said than done!

Fangen wir doch mit etwas ganz Einfachem an. Dass etwas „easier said than done“ ist, sagen wir im Deutschen nämlich genauso. Und der Ausdruck lässt sich auch ganz unkompliziert in einen Satz einbauen: „I would like to use a lot more English idioms, but that’s easier said than done“. Leichter gesagt als getan? Versuchen Sie es doch einfach mal, auch mit den nächsten Beispielen!

It’s nothing to write home about.

Unspektakulär, langweilig oder ohne besondere Vorkommnisse – eben nichts, weswegen man jetzt die Feder zücken und einen Brief an die Daheimgebliebenen schreiben müsste. So lautet in etwa die wörtliche Übersetzung dieser englischen Phrase. Je nach Situation bieten sich unterschiedliche deutsche Entsprechungen an. „Nichts, was einen vom Hocker haut“ wäre da ebenso denkbar wie der sprichwörtliche Hund, den man damit sicher nicht hinter dem Ofen hervorlockt.

He/she is not the sharpest tool in the box!

Wenn jemand nicht das schärfste Werkzeug im Werkzeugkasten ist, dann steht es mit seinen intellektuellen Fähigkeiten nicht zum Besten. „Sharp“ wird im normalen Sprachgebrauch auch für „scharfsinnig“ verwendet – scharfer Verstand ist also Fehlanzeige. Hierzulande wäre dieser jemand wohl keine Leuchte oder nicht gerade der Hellste.

There’s no use crying over spilled milk.

Es bringt doch nichts, verschütteter Milch nachzuweinen! Das sagt der englische Muttersprachler, wenn etwas nicht mehr rückgängig gemacht werden kann und sich darüber aufzuregen nichts bringt. Passiert ist passiert, geschehen ist geschehen, hin ist hin: So ist es nun mal, die Milch bringt keiner mehr zurück in die Flasche!

There’s plenty more fish in the sea!

Tröstende Worte nach gescheiterten Beziehungen: Mach dir nichts draus, da schwimmen doch noch so viele Fische im Meer herum! Selbstverständlich hat auch diese englische Redewendung ihre deutsche Entsprechung: „Andere Mütter haben auch schöne Töchter bzw. Söhne“ bekommen wir hierzulande zu hören, wenn wir Verflossenen hinterhertrauern. Wem’s hilft!

To go the extra mile.

Hier ist es schon schwieriger, eine wortwörtliche Entsprechung zu finden. Das liegt vor allem am unterschiedlichen Gebrauch von Längeneinheiten. In Großbritannien und den USA wird Distanz in Meilen gerechnet. Jemand geht also nicht etwa noch den Extra-Kilometer, sondern die Extra-Meile, um eine bestimmte Aufgabe zu jedermanns vollster Zufriedenheit zu erfüllen. Wer seine Freunde beispielsweise zum Abendessen einlädt und dann nicht nur den perfekten Wein besorgt, sondern auch noch die Lieblingsgerichte von allen kocht, der scheut wahrlich keine Mühen. Und geht damit sprichwörtlich eine Meile weiter als erwartet.

Let’s call it a day!

Lassen Sie es uns nun einen Tag nennen! So die wörtliche Bedeutung dieser englischen Redensart, die nichts weitersagen will als „genug für heute“ – Schluss, aus, Feierabend! Morgen ist auch wieder ein Tag, an dem Sie die frisch gelernten englischen Phrasen an den Mann bringen können.

Wortwörtlich übertragen lassen sich idiomatische Redewendungen selten. Und doch gibt es manchmal überraschend große Ähnlichkeiten zwischen der deutschen und der anglofonen Sprachkultur. Wer englische Redensarten meistert, erweitert sein Vokabular und kann in jeder Gesprächssituation punkten. Im Blog haben wir außerdem spannende Fakten zu englischen Sprichwörtern und zeigen, welche Fehler deutsche Englischlerner gerne machen.

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