Interview mit Mattias Schwarz, Geschäftsführer

Berlitz

Mattias Schwarz ist seit 2007 Mitglied der Geschäftsleitung und seit September 2017 Sprecher der Geschäftsleitung der Berlitz Deutschland GmbH. Zusätzlich trägt er in seiner Funktion als Regionaldirektor für Europa, den Mittleren Osten und Afrika die Verantwortung für 230 Center in insgesamt 45 Ländern. Vor über 20 Jahren startete seine Berlitz Reise als Center Direktor in Mainz. Seither hat sich bei Berlitz so einiges getan.

Herr Schwarz, Sie können selbst 20 Jahre Berlitz Geschichte schreiben. Was hat sich in Ihrer Zeit bei Berlitz verändert?

20 Jahre sind eine lange Zeit, fürwahr. Da wurde das Fax von der E-Mail abgelöst, die Deutsche Mark vom Euro, die Suchmaschine Google gab es 1997 noch nicht, Facebook, YouTube & Co waren noch nicht online und auch die Handynutzung war noch nicht in der Form verbreitet wie heute. Diese technischen Veränderungen, insbesondere in der Welt des Internets, hatten und haben immer noch maßgeblichen Einfluss auf die Arbeitsweise und das Produktportfolio bei Berlitz. Insgesamt ist die Welt heute wesentlich globaler und irgendwo ist alles enger zusammengerückt. Kommunikation über Grenzen hinweg in fremden Sprachen gehört heute zum Alltag. Davon profitiert auch Berlitz.

Sie haben nach Ihrem Studium der Wirtschafts- und Sprachwissenschaften Ihre Karriere bei Berlitz gestartet. Was hat für Sie damals den Ausschlag gegeben?

Ich habe mich schon sehr früh für andere Sprachen und Kulturen interessiert. Als die Zusage kam war für mich klar: Da will ich hin.

Die freundliche und offene Art aller Berlitz Mitarbeiter, die ich ihm Rahmen des Bewerbungsprozesses kennenlernte, sowie das dynamische und internationale Umfeld bei Berlitz haben mich sofort überzeugt.

Die Berlitz Stellenanzeige hatte übrigens meine Frau entdeckt und sofort gesagt: „Schau mal, das wäre doch was für dich.“ Und da man ja immer auf seine Ehefrau hören soll…Einen Tag nachdem meine Frau mich auf die Stellenanzeige aufmerksam gemacht hatte, fuhren wir für einen Kurzstädtetrip nach Athen. Um die Ecke von unserem Hotel lag damals die Berlitz Schule in Athen, die wir sofort entdeckten, als wir zum ersten Mal das Hotel verließen. Das haben wir natürlich als Wink des Schicksals gedeutet.

Hatten Sie schon als Kind Spaß an Fremdsprachen?

Ehrlich gesagt: Ja. Meine Eltern betrieben in Kaiserslautern einen kleinen Tante-Emma-Laden. Immer wenn es Sprachbarrieren mit den Militärangehörigen der nahe gelegenen US Air Base Ramstein gab, wurde ich als Übersetzer und Vermittler zwischen den Kulturen gerufen. An diese Zeit habe ich sehr schöne Erinnerungen. Nicht nur wegen der amerikanischen und für mich exotischen Süßigkeiten, die mir damals als Kind so zugesteckt wurden.

Was reizt Sie an Ihrem Job besonders?

Da muss ich nicht lange überlegen: Die Menschen bei Berlitz und das hochwertige und breite Angebot an Trainingsformaten und -themen. Die Menschen hier bei Berlitz geben tagtäglich alles, damit sich unsere Kunden wohlfühlen und ihre persönlichen Ziele erreichen.

Was das Berlitz Angebot anbelangt: Früher waren wir verstärkt im Bereich Sprachtrainings aktiv. Heute ist Berlitz viel breiter aufgestellt und bietet neben Sprachtrainings auch Weiterbildungstrainings im interkulturellen Bereich sowie allgemeine Kommunikations- und Managementtrainings. Sowohl für Privatkunden, ob Klein oder Groß, als auch für Firmen, ob KMUs oder Global Player, wollen wir als kompetenter Weiterbildungspartner zur Seite stehen.

Sie haben die Verantwortung für rund 230 Berlitz Center. Was ist Ihr Tipp, um immer den Überblick zu behalten?

So viel Verantwortung zu haben ist natürlich täglich eine große Herausforderung. Aber mit einem starken Team an meiner Seite macht das unglaublich viel Spaß. Da ist auch der steilste Berg zu erklimmen. Teamwork wird bei uns wirklich gelebt. Jeden Wunsch und jedes individuelle Bedürfnis zu erfüllen, ist eine große Aufgabe. Ich weiß, dass jeder bei Berlitz tagtäglich sein Bestes gibt, um unsere Kunden „happy“ zu machen. Und das spornt auch mein eigenes Handeln immer wieder aufs Neue an. Die extrem hohe Zufriedenheit unserer Kunden ist für uns alle bei Berlitz jeden Tag aufs Neue eine tolle Bestätigung für unsere Arbeit.

Wenn es mal richtig heiß her geht in Ihrem Job, wie behalten Sie die Ruhe?

Das Zitat des deutschen Schriftsteller Joachim Ringelnatz ist für mich ein wichtiger Leitspruch im beruflichen Alltag: „Humor ist der Knopf, der verhindert, dass einem der Kragen platzt.“ Eine Prise Humor schadet nie, um auch in besonderen Situationen einen kühlen Kopf zu behalten.

Sind Sie ein „Early Bird“ oder eine „Nachteule“?

Beides. Wobei ich mich eher als „Early Bird“ bezeichnen würde. Wenn der Tag noch so jungfräulich vor mir liegt und das Telefon still ist, nutze ich die Zeit, um meine Gedanken zu sortieren und meinen Tag und das Kommende strukturiert zu planen. Diese Ruhe presst da so manche Idee in meinen Kopf, der ich dann gerne nachgehe.

Hand aufs Herz: Haben Sie in Deutschland ein „Berlitz Lieblings-Center“?

Jedes einzelne Berlitz Center in Deutschland hat seinen besonderen Charme. Aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit am Berlitz Center Mainz schlägt mein Herz für das Center in der Landeshauptstadt Rheinland-Pfalz jedoch besonders hoch. Durch die Verbundenheit und die Erinnerungen wird dieses Center immer einen besonders hohen Stellenwert bei mir einnehmen.

Berlitz Sprachschule Mainz

Früher sind Sie gerne gereist, heute machen Sie es des Berufes wegen. Welchen Fleck auf der Welt haben Sie noch nicht entdeckt und würden Sie gerne einmal bereisen?

Gerne würde ich für einige Wochen mal ans andere Ende der Welt. Australien und Neuseeland bereisen und mit Land und Menschen in Kontakt treten, das würde mich sehr reizen.

Für welches Land schlägt ihr Herz besonders hoch?

Für Spanien, da ich während meines Studiums der Sprachwissenschaften einige Zeit in Madrid verbrachte und zudem während meiner Tätigkeit als Studienreiseleiter viel in Andalusien unterwegs war. Das Klima, die Lebensart der Spanier und die Sprache selbst haben es mir angetan.

Wenn Sie eine Woche Zeit für sich hätten, was würden Sie tun?

Ich würde meinen Rucksack packen, auf jeden Fall viel Lesestoff mitnehmen und einfach loswandern, die Natur erleben und mir viel Zeit zum Lesen gönnen.

140 Jahre Berlitz. Was wünschen Sie Berlitz zum Geburtstag?

Neben den besten Wünschen für die Zukunft, die so manche neue Herausforderung bringen wird, will ich vor allem Danke sagen. Danke an unsere Kunden, dass Sie Berlitz als Weiterbildungsanbieter gewählt haben, uns treu sind und stets den Dialog mit uns suchen. Danke an unsere Partner, mit deren Unterstützung wir unseren hohen Anspruch an Service und Qualität erst realisieren können. Und ein ganz besonderer Dank an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die tagtäglich Besonderes leisten und die Marke Berlitz durch ihr Tun und Handeln zu dem machen, was sie tatsächlich ist: eine ehrliche Marke im Weiterbildungsbereich, die zum Ziel hat, Menschen in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung hinsichtlich Sprach-Skills, Management-Skills und interkulturellen Fertigkeiten zu unterstützen.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Schwarz!

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