Interview mit Sandra Geipel, Corporate Sales Manager bei Berlitz in Hannover

Berlitz -

"Viele denken, wir müssen mindestens 15 Sprachen fließend beherrschen!"

Bereits zu Beginn ihrer beruflichen Karriere war der Arbeitsalltag von Sandra Geipel durch ihre Affinität für Fremdsprachen geprägt – schließlich absolvierte sie ihre Ausbildung in der Hotelindustrie. Anschließend durchlief die gebürtige Sächsin mehrere Stationen, bis sie zuletzt bei einer internationalen Hotelkette im Geschäftskundensektor tätig war.

Seit dem Jahr 2005 stellt Frau Geipel nun schon ihre große Kundenorientierung und ihr Gespür für Problemlösungen tagtäglich bei Berlitz im Corporate Sales Bereich unter Beweis und berät als Gebietsleiterin zahlreiche Firmen- und Unternehmenskunden.

Frau Geipel, wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus? Was erledigen Sie (fast) täglich?

Einen „typischen“ Arbeitsalltag gibt es fast nie – die Aufgabenvielfalt ist riesig.

Aber alle Anforderungen drehen sich natürlich rund um unsere Firmenkunden: Von Beratung und Einstufung über Konzepterstellung bis hin zu Kundenbesuchen... Langweilig wird es nie!

Wie groß ist das Gebiet, welches Sie betreuen?

Von Fulda im Süden bis Verden im Norden – ich betreue das Einzugsgebiet Niedersachsen / Nordhessen.

Wie flexibel ist Ihr Arbeitsplatz? Wie organisieren Sie Ihren Arbeitsalltag?

Einen festen Arbeitsplatz habe ich gar nicht: ich arbeite teilweise im Home Office, viel bei unseren Kunden, dank Freisprechanlage auch häufiger im Auto. Und mindestens einmal pro Woche arbeite ich von einem unserer Center in der Region aus.

Berlitz Sprachschule Hannover

Kommen Sie ursprünglich aus dem Raum Hannover? Was gefällt Ihnen hier besonders?

Ich lebe seit mittlerweile 16 Jahren in Hannover, bin aber gebürtiger Sachse. Mein Hochdeutsch hat allerdings auch schon vor Berlitz gut funktioniert!

Aber auch wenn meine Heimat eigentlich woanders liegt, ist Hannover doch mittlerweile mein „zuhause“ geworden. Das liegt vor allem an der guten Mischung aus Natur und Stadt und den wunderbar unaufgeregten und ehrlichen Menschen.

Gibt es einen Geheimtipp in Hannover, den Sie Touristen und Kunden empfehlen würden?

Den EINEN Geheimtipp gibt es eigentlich nicht. Die Region Hannover hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Empfehlenswert sind auf jeden Fall ein Spaziergang durch die Herrenhäuser Gärten oder ein Samstagsmorgen-Kaffee auf dem Lindener Markt. Auch ein Besuch des Schlosses Marienburg lohnt sich definitiv!

Welche Fragen haben die meisten Firmenkunden, die Sie kontaktieren?

Je nach Projekt und Anfrage sind die Themen sehr unterschiedlich.

Eine Frage, die aber fast alle Kunden haben, ist: „Können alle Teilnehmer gemeinsam lernen?“

Haben Ihre Mitmenschen oft falsche Vorstellungen von Ihrem Job? Was wird oft von Ihrem Arbeitsalltag angenommen, was nicht der Realität entspricht?

Ich werde oft gefragt, wie viele Sprachen ich eigentlich spreche.

Viele denken, als Corporate Sales Manager bei Berlitz müssen wir mindestens 15 Sprachen fließend beherrschen! In der Realität komme ich mit drei Sprachen prima aus.

Wie würden Sie Ihren Job bei Berlitz in 2 Sätzen zusammenfassen?

Ein wunderbar vielfältiges, manchmal stressiges, immer spannendes Arbeitsumfeld, bei dem man sehr viele unterschiedlichen Menschen und Kulturen trifft und helfen darf, die Kommunikation in fremden Sprachen zu verbessern.

Welche Aufgaben gehören zu Ihren Lieblingsaufgaben? Was erledigen Sie besonders gerne?

Zu meinen Lieblingsaufgaben gehört es definitiv, neue Firmen kennen zu lernen und einen Einblick in die Personalentwicklung zu erhalten beziehungsweise unser Berlitz Portfolio in bestehende Personalentwicklungs-Konzepte einzubinden.

Gibt es bekannte Kunden, die Sie betreuen?

In Hannover sitzen eine Menge namhafter Unternehmen, die wir von der Berlitz-Qualität überzeugen konnten.

Was wären Ihre Traumkunden?

Also mit einem meiner Traumkunden dürfen wir seit diesem Jahr sogar zusammenarbeiten! Ein anderer ist ein großer hannoverscher Reisekonzern.

Gibt es etwas, was sich seit Ihrem Arbeitsbeginn stark verändert hat?

Die Anfragen und Projekte sind definitiv komplexer geworden.

Im Zuge der Globalisierung werden andere Inhalte, beispielsweise Interkulturelle Kompetenzen, immer wichtiger.

Auch E- und Distance Learning haben heute einen wesentlich größeren Stellenwert als noch vor 12 Jahren.

Gab es schon kuriose Anfragen, die Sie bearbeiten mussten?

Manchmal haben wir natürlich auch Kuriositäten. Beispielsweise wenn ein Mitarbeiter, der kaum Vorkenntnisse von der englischen Sprache hat, ab der kommenden Woche ein Projekt in den USA leiten soll. Und dem sollen wir dann mit nur 20 Units in 5 Tagen verhandlungssicheres Englisch beibringen… Also, das schaffen selbst wir nicht. Aber meistens gelingt es uns, den Kunden dann doch von der Durchführung sinnvoller Maßnahmen zu überzeugen.

Gibt es eine Anekdote aus der Zeit bei Berlitz, die Sie uns gerne mitteilen würden?

Ich erinnere mich immer mal wieder an das erste Einstufungsinterview, welches ich mit einem zukünftigen Schüler durchführen musste. Ich war so aufgeregt, dass ich die Nacht zuvor nicht schlafen konnte!

Beim Interview selbst stellte sich heraus, dass der Herr, der eingestuft wurde, noch aufgeregter war als ich und mindestens drei Nächste schlecht geschlafen hatte.

Im Anschluss meinte er, seine Nervosität wäre komplett unnötig gewesen – das Interview wäre doch gar nicht schlimm und ich hätte das so nett gemacht.

Diese Anekdote erzähle ich noch heute, wenn mir ein ganz aufgeregter Kunde vor der Einstufung gegenüber sitzt. Später stimmen die meisten dann auch der Einschätzung dieses ersten Herren zu. Und schlafen kann ich mittlerweile auch problemlos vor den Interviews!

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