Nachhaltiger Reisen: 8 Tipps für ein umweltschonendes Urlaubsvergnügen

Berlitz -

Reisen macht glücklich! Die Welt aus einer anderen Perspektive zu erleben und fremde Kulturen an Ort und Stelle zu entdecken, ist beliebter denn je – genau wie der Wunsch nach mehr Klimaschutz. Wir haben hier acht Tipps für nachhaltiges Reisen, mit denen Sie beides vereinen können.

Die besten Tipps für einen sanften Tourismus

1. Auch kurze Wege führen zum Ziel

Manchmal liegt das Gute näher als gedacht. Schon wenige Kilometer entfernt finden sich oft faszinierende Orte und interessante Menschen, die uns aus unserem Alltag entfliehen lassen. Nachbarländer wie Polen, Tschechien oder Belgien sind reich an sehenswerten Regionen, die man ganz ohne klimaschädlichen Flug erreichen kann. Immerhin machen Flüge 40% der durch Tourismus entstehenden CO2-Emissionen aus. Vorteile des Urlaubs vor der eigenen Haustür: Die persönliche CO2-Bilanz sinkt, wir haben eine entspannte, kurze Anreise statt Jetlag und lernen noch dazu unsere Nachbarn endlich besser kennen.

2. Nicht nur (Reise-)Mittel zum Zweck

Bus und Bahn sind um ein Vielfaches umweltfreundlicher als das Flugzeug, gleichzeitig müssen Reisende mehr Zeit dafür einplanen. Doch der Weg ist das Ziel: Wer Zwischenstopps vorausschauend plant, sieht mehr von der Welt und kann Lücken auf der eigenen Weltkarte mit interessanten Erlebnissen füllen. Noch dazu entschleunigt diese Art des Reisens und entspannt oft mehr als ein effizient durchgeplanter Urlaub. Das gilt insbesondere für Langstrecken-Zugfahrten. Das kleine Reisebüro traivelling.com bietet zum Beispiel Fahrpläne von Wien nach Hanoi mit spannenden Stopps an.

3. Klimabeitrag spenden

Wer nicht auf den Flug verzichten möchte, kann den CO2-Ausstoß bei zahlreichen Anbietern kompensieren. Das macht das durch den Flug entstandene Treibhausgas zwar nicht unschädlich, kann aber an anderen Stellen Kohlenstoffdioxid einsparen. Anbieter wie atmosfair oder ClimateFair investieren in sinnvolle, lokale Projekte, die durch technische Innovation für eine geringere CO2-Emission sorgen. Von Biogasanlagen in Nepal bis zu effizienteren Holzöfen in Südafrika werden die Projekte nach internationalen Standards zertifiziert und unterstützt.

4. Nachhaltige Reiseportale für umweltbewusste Urlauber

Plattformen wie bookitgreen oder der Verein forum anders reisen bündeln Reiseanbieter, Hotels und Regionen mit ökologischem Anspruch und geben nachhaltige Reisetipps. Auf utopia.de findet sich eine gute Übersicht über Portale, die auf einen Urlaub mit ökologischer und sozialer Verantwortung fokussiert sind.

5. Sanfter Tourismus vor Ort

Die Wertschätzung fremder Kulturen und Achtsamkeit beim Reisen sind die Motivation des sogenannten sanften Tourismus. Das beinhaltet beispielsweise das Buchen von lokalen Übernachtungsmöglichkeiten statt internationaler Hotelketten, um die Einwohner vor Ort am Tourismus wirtschaftlich teilhaben zu lassen. Der Verzicht auf tierquälerische Events wie Stierkämpfe oder Elefantenreiten gehört ebenfalls dazu und trägt dazu bei, dass Touristen das Land schonender und nachhaltiger bereisen.

6. Plastik vermeiden

Wer viel unterwegs ist, greift öfter zu Plastikverpackungen. Das ist bequem, aber auch nicht sehr umweltfreundlich. Das Vermeiden von Einwegflaschen, Plastikbesteck oder -tüten ist mit etwas Planung verbunden, hat jedoch einen positiven Effekt auf die ökologische Reisebilanz. Metallflaschen, Stoffbeutel und Mehrwegbehälter gehören beim nächsten Urlaub also unbedingt mit in den Koffer.

7. Kulturen richtig kennenlernen dank Couchsurfing

Wer tiefer in fremde Sitten und Gebräuche eintauchen möchte, lernt beim Übernachten via couchsurfing.com oder Airbnb die Einheimischen viel besser kennen als bei einer Hotelübernachtung. Gleichzeitig müssen dafür keine neuen Hotels gebaut werden. Geheimtipps der Locals und ein direkter Sprachkontakt machen das Reiseerlebnis umso persönlicher. Jedoch leiden beliebte Reisestädte unter Mieterhöhungen durch allzu viele Ferienwohnungen, weshalb Urlauber die Situation am Reiseziel genau prüfen sollten.

8. Längere Aufenthalte planen

Statt viele kleine Reisen lieber einen längeren Aufenthalt: Sprachreisen, ein Job als Aupair oder gleich als Expat im Ausland arbeiten, sind sinnvolle Optionen, um ein Land nachhaltiger und intensiver zu bereisen. Wer sich darauf einlässt, wird eindrücklichere Momente erleben und vielleicht sogar lebenslange Freundschaften schließen, die bei einem Wochenendtrip kaum möglich sind.

Nachhaltiges Reisen im Fokus: Diese Urlaubsziele gehen mit positivem Beispiel voran

Umweltverträglicher Tourismus ist längst keine Nische mehr. Natürlich erfordert es eine gewisse Form des Umdenkens bei der Urlaubsplanung. Doch wer reist, der sollte fremde Orte respektvoll besuchen und sie so erhalten, wie sie sind – ob für den nächsten Urlaub oder spätere Generationen. Umweltschonende Reiseziele wie Bhutan, die nur eine begrenzte Zahl an Touristen pro Jahr ins Land lassen und sich ganz bewusst dem Umweltschutz verschrieben haben, sind Beispiele für diese Entwicklung. Und auch in Deutschland gibt es positive Beispiele, wie etwa die Nordseeinsel Norderney, die 99% ihrer öffentlichen Gebäude mit erneuerbaren Energien versorgt.

Eine gute Vorbereitung ist bei jeder Form des Urlaubs ein entscheidender Faktor. Damit die Urlaubs- und Reiseplanung möglichst entspannt abläuft, können diese Smartphone-Apps eine große Hilfe sein.

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