In China unterwegs ohne Sprachkenntnisse? Kein Problem!

Berlitz -

Geschäftsmeetings in Shanghai, Besuche der verbotenen Stadt in Peking oder Erklimmen der großen Mauer in Badaling: Es gibt viele Gründe, um eine Reise nach China zu planen. Bereits im Vorfeld allerdings treibt der Gedanke daran, das Land auf eigene Faust und ganz ohne Dolmetscher oder Reiseführer zu erkunden, vielen Touristen den Angstschweiß auf die Stirn – wie soll schließlich die Kommunikation in so einer fremden Sprache, komplett ohne Vorkenntnisse und mit andersartigen Schriftzeichen, funktionieren? Dabei ist das eigentlich viel unkomplizierter als häufig angenommen: Mit welchen einfachen Tricks und Hilfsmitteln Sie sich ohne Chinesisch-Kenntnisse problemlos ausdrücken und zurechtfinden können, verraten wir Ihnen hier.

Mit Händen und Füßen - und etwas Glück

Natürlich können Sie im Zweifelsfall immer versuchen, sich mit Englisch durchzuschlagen: In Großstädten wie Peking und Shanghai werden Sie so zumindest in den touristischen Innenstadtbezirken gut verstanden. Zusätzlich halten viele Restaurants ihre Speisekarten mit englischen Übersetzungen bereit – oft jedoch mit höchst amüsanten Resultaten.

Bei Ihrer Ankunft ist es in jedem Fall ratsam, eine Visitenkarte des Hotels einzustecken, auf der die Adresse in chinesischen Schriftzeichen vermerkt ist. Spricht während der Reise ein Taxifahrer kein Englisch, kann ihm einfach die Visitenkarte gezeigt werden – und Sie kommen schnell und sicher im Hotel an.

Wenn Englisch nicht weiterhilft, dann versuchen Sie es mit nonverbaler Kommunikation. So deuten Sie beim Einkauf einfach auf das Gewünschte und nehmen beim Verhandeln über den Preis die Finger zum Anzeigen der Zahlen zur Hilfe. Zusätzlich halten viele Verkäufer einen Taschenrechner bereit, auf dem die geforderten und gebotenen Summen eingegeben werden. Und selbst wenn Ihr Gegenüber Sie trotz aller Bemühungen nicht wirklich verstehen will – vielleicht entdecken Sie so immerhin Ihr Talent als Pantomime.

Jenseits der Städte nur mit Wörterbuch

Jenseits der Metropolen lassen die Englischkenntnisse der Einheimischen schnell nach. Wer viel in ländlichen Gegenden unterwegs sein wird, sollte im Vorfeld einen Chinesisch-Schnellkurs in Betracht ziehen. Fehlt dafür die Zeit, so können Sie zumindest ein Reisewörterbuch, welches die chinesischen Übersetzungen in Lautschrift und als Mandarin-Schriftzeichen enthält, einpacken. Ein gutes Reisewörterbuch beinhaltet zusätzlich eine Audio-CD, um die Betonungen zu trainieren – schließlich gehört Chinesisch zu den sogenannten Tonalsprachen, bei denen ein einziges Wort je nach Betonung eine andere Bedeutung annimmt. Bei Unsicherheit können Sie daher bei der Unterhaltung mit Einheimischen auf die Schriftzeichen im Buch deuten und um Hilfe bei der Aussprache bitten. Chinesen wissen es sehr zu schätzen, wenn ausländische Besucher ihre Sprache lernen möchten, und helfen gerne weiter.

Eine moderne Alternative zum guten alten Wörterbuch ist eine App fürs Smartphone. Die App von Pleco beispielsweise, die auf dem Touchscreen nachgemalte Schriftzeichen erkennt und übersetzt, ist für iOs- und Android-Geräte erhältlich. Pleco kann zudem offline genutzt werden, sodass Reisende nicht auf teures mobiles Internet oder das Vorhandensein von WLAN angewiesen sind. Mit der App Pinyin Trainer hingegen üben Sie die richtige Betonung: Pinyin Trainer spricht Ihnen dabei verschiedene Silben vor, wobei anschließend die richtige Variante aus einer Liste ausgewählt werden muss. Die App ist ebenfalls im iTunes- sowie im Google-Store erhältlich.

Bilderbücher retten das Abendessen

Es klingt kurios, doch für viele China-Reisende haben sich spezielle Bilderbücher, beispielsweise erhältlich bei Langenscheidt, als Rettung aus der Sprachlosigkeit erwiesen. So sind auf den Bildern Tiere wie Hühner, Kühe, Schweine und Ziegen abgebildet, sodass die Bedienung im Restaurant auf das jeweilige Tier deuten kann, um den Inhalt eines Gerichtes zu erklären – ideal also für Nervöse, die ganz sicher gehen wollen, dass beim Abendessen auch wirklich Hühnchen auf den Tisch kommt.

Bilder von Wasserhähnen oder Doppelbetten erleichtern die Kommunikation an der Hotelrezeption. Nicht zu vergessen: das Bild einer westlichen Toilette für alle, die mit asiatischen Squats so gar nicht zurechtkommen.

Mit ein wenig Vorbereitung ist es überhaupt kein Problem, in einem Land ohne die dortigen Sprachkenntnisse zurechtzukommen. Neben den bekannten Hilfsmitteln wie Reisewörterbücher gibt es inzwischen eine ganze Menge Apps, die das Leben von Touristen deutlich erleichtern. Allerdings kann es sich auch lohnen, Chinesisch richtig zu lernen: Immerhin zählt Mandarin zu den bedeutendsten Wirtschaftssprachen der Welt und wird dazu noch von den meisten Muttersprachlern gesprochen. Wie der Einstieg ins Hochchinesische gelingt und welche Vokabeln Sie als erstes lernen sollten, erfahren Sie auf unserem Blog.

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