Authentische japanische Küche: So raffiniert schmecken die Lieblingsgerichte der Japaner

Berlitz -

Sushi, Ramen, Matcha – die Exportschlager der japanischen Küche können zweifellos echte Gaumenfreuden bereiten. Doch wer die Kochkunst des Landes darauf reduziert, verpasst die vielfältige und trotz ihrer Einfachheit oft raffinierte Hausmannskost. Hier sind sechs Empfehlungen für typisch japanische Gerichte.

Okonomiyaki

Aus Mangel einer besseren Bezeichnung wird Okonomiyaki gerne als Pfannkuchen, Omelett oder sogar als „japanische Pizza“ beschrieben. Je nach Region gibt es unterschiedliche Zubereitungsmethoden und Zutaten für das traditionell japanische Gericht, fast immer spielt jedoch Kohl eine wichtige Rolle. Dazu kommen - je nach Geschmack - Speck, Fisch, Gemüse oder Käse. Auch japanische Mayonnaise oder die berühmte Okonomiyaki-Sauce, eine Mischung auf Ketchup, Worcester- und Austernsauce, dürfen nicht fehlen. Das Ergebnis ist ein einfaches, aber herzhaftes Gericht, das gerne direkt vor den Augen der Gäste auf einer heißen Platte zubereitet wird.

Japanisches Curry

Beeinflusst durch Großbritannien und andere asiatische Länder gelangte das Curry am Ende des 19. Jahrhunderts mit Hilfe der kaiserlichen Marine nach Japan. Heute gehört „Karē“ – ein Lehnwort des englischen „curry“ – mindestens einmal pro Woche auf den Speiseplan. Der Eintopf aus Gemüse und Fleisch wird mit einer Gewürzmischung ganz nach individuellen Vorlieben abgeschmeckt. Der Auswahl an Pulvern, Instant-Würfeln und fertigen Soßen mit Bockshornklee, Koriander, Kurkuma und Co. sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Im Gegensatz zu thailändischen oder indischen Varianten sind japanische Currys etwas milder und werden nicht nur mit Reis, sondern auch mit Udon-Nudeln oder Backwaren serviert. So oder so eine herzhafte, nahrhafte Mahlzeit.

Tonkatsu

Schnitzel in Japan? Kein Problem dank Panko, dem japanischen Paniermehl. Weil die Brotkrummen darin etwas gröber ausfallen, erhalten die Schweineschnitzel eine besondere Textur und werden etwas knuspriger als die Ausführungen aus Österreich oder Deutschland. Dazu servieren Japaner Reis oder Weisskohl und die beliebte Tonkatsu-Sauce, die geschmacklich der bekannten Worcestersauce ähnelt und in gut sortierten asiatischen Supermärkten auch bei uns zu finden ist.

Tipp: Neben Schwein oder anderen Fleischsorten lässt sich mit Panko auch wunderbar Gemüse wie Zucchini, Aubergine oder Spargel frittieren. In der Spargelzeit eignet sich dieses Rezept wunderbar für eine japanisch angehauchte Variante der beliebten Stangen.

Takoyaki

Die runden Teigbällchen sind wahres japanisches Streetfood: Die Takoyaki werden oft vor Bahnhöfen oder auf Festen in speziellen Pfannen mit runden Vertiefungen gebacken. Sie werden mit Oktopus gefüllt und einer speziellen Sauce sehr heiß serviert. Dazu gibt es verschiedene Toppings wie Algen, Katsuobushi (dünne Flocken getrockneter und gerösteter Bonito-Fisch) oder Frühlingszwiebeln. Wer sie zuhause kochen möchte und keine Takoyaki-Pfanne besitzt: Einfach den Teig in runden Eiswürfelformen gefrieren und anschließend frittieren.

Mochi

Reis ist in Japan Grundnahrungsmittel. So ist es nicht verwunderlich, dass er auch als Nachtisch gereicht wird: Mochi sind kleine Reisküchlein, die in Japan traditionell an Neujahr verzehrt werden. Ursprünglich wurde der gegarte Reis so lange mit einem Holzhammer geschlagen, bis er die gewünschte, klebrige Konsistenz hatte. Gefüllt mit roter Bohnenpaste und mit Zucker oder Sojasauce serviert sind die süßen Bällchen ein schmackhafter Abschluss in der japanischen Küche.

Taiyaki

Süße Waffeln in Form eines Fischs – das klingt so außergewöhnlich wie es schmeckt. Die japanische Spezialität Taiyaki mit typischerweise mit einer Paste aus roten Bohnen hergestellt, doch auch andere süße Cremes wie Vanille werden immer beliebter. Wer für die Fisch-Form nicht ein eigenes Küchengerät anschaffen möchte, kann auch ein herkömmliches Waffeleisen oder einen Sandwich-Toaster nutzen.

Japanische Küche kann mehr als Sushi

Die traditionellen Gerichte Japans bestehen in der Regel aus sehr einfachen Zutaten, doch es wird viel Zeit und Liebe in die Zubereitung investiert. Das Kochhandwerk ist hier tief im Alltag verwurzelt und wird allgemein hoch angesehen. Das Ergebnis sind kleine kulinarische Highlights.

In der Art und Weise des Essens spiegelt sich die Kultur eines Landes besonders gut wider. Für das reinliche Japan bedeutet das: Auf der Straße oder an öffentlichen Plätzen zu essen gehört sich nicht. Was Sie sonst noch bei Ihrem nächsten Japan-Aufenthalt beachten müssen, verraten wir Ihnen in unserem Reiseknigge Japan.

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