Beliebte Serien und was wir aus ihnen lernen können

Berlitz

Nach einem vollgepackten Tag in der Uni oder im Büro sind Serien für viele Menschen ein Feierabendritual. In Zeiten von Netflix & Co. sind die Produktionen immer anspruchsvoller geworden. Neben Unterhaltung und Entspannung bieten sie durchaus tiefere Einsichten – wenn nicht sogar Lebensweisheiten. Wir stellen vier Beispiele vor – und zeigen, was sich aus ihnen lernen lässt.

1. Modern Family

Die Schwiegermutter nervt, Tanten tanzen aus der Reihe, der Vater hat mal wieder eine seiner berühmt-berüchtigten Ideen? Kurz: Familie kann ganz schön nervig sein. Es sei denn, die liebe Verwandtschaft ist so witzig wie Mitchell und Cameron, Phil und Claire und Jay und Gloria. Ihren Alltag, samt vieler skurriler Situationen, erzählt die Serie Modern Family.

Was wir von der Serie lernen können:

  • Was ist schon normal? Ein schwules Pärchen, Partner mit großem Altersunterschied, er Amerikaner, sie aus Kolumbien: Modern Family zeigt nicht-traditionelle Familien und schräge Charaktere. Am Ende lernen wir: „Normal“ ist langweilig – je unterschiedlicher, desto besser!
  • Gegenseitige Unterstützung: Nicht immer können die Charaktere nachvollziehen, warum ein anderer tut, was er tut – egal! Am Ende unterstützen sie sich gegenseitig, auch wenn der Einfall noch so schräg war. Also: familiärer Zusammenhalt ohne Wenn und Aber!

2. Master of None

Dev hat es nicht leicht: Seine Schauspielkarriere im „Big Apple“ kommt nicht so recht in Schwung, auch mit der Liebe will’s nicht klappen. Ist der 32-Jährige mit indischen Wurzeln ein Versager? Ganz und gar nicht – aus seinen Rückschlägen gewinnt der Master of None so manche Lebensweisheit.

Was wir mitnehmen können:

  • Nutze die Zeit mit älteren Menschen: Eltern und Großeltern werden nicht für immer da sein. Klar, dass weiß jeder. Aber was machen wir aus der Erkenntnis? Master of None motiviert dazu, Zeit mit älteren Menschen zu verbringen und aus ihren Erfahrungen zu lernen. Das berührt nicht nur das Herz, sondern kann für beide Seiten sehr bereichernd sein.
  • Eigene Ziele im Blick behalten: So richtig viel Glück hat Dev nicht in puncto Liebe. Manchmal stimmt die Chemie mit dem Tinder-Date einfach nicht. Master of None zeigt jedoch einen weiteren Grund, warum manchmal die Suche nach dem Traumpartner erfolglos verläuft: Wenn zwei Menschen ganz unterschiedliche Träume vom Leben haben und einer von beiden der Liebe wegen verzichten muss, geht das meist schief. Also: Konzentriere dich auf deine eigenen Träume und Ziele und halte daran fest. Beziehungen gelingen umso wahrscheinlicher, je glücklicher du mit deinem Leben bist.

3. The Office (oder: Stromberg)

Der Alltag im Großraumbüro ist langweilig? Nicht, wenn darin ein so durchgeknallter Chef sein Unwesen treibt wie in The Office. Es gibt drei Versionen der Serie: das englische Original von Ricky Gervais, die US-amerikanische Adaption mit Steve Carell und die als Stromberg bekannte deutsche Variante mit Christoph Maria Herbst in der Hauptrolle.

Was wir aus der Serie lernen können:

  • Toleranz gegenüber den Kollegen: In der Serie ist nicht nur der Chef eine echte Nervensäge, auch die Mitarbeiter haben ihre Macken und Eigenarten. Das kann eine ganz schöne Herausforderung sein. Die Charaktere der Serie sind jedoch nicht eindimensional. Auch wenn so manche Figur auf den ersten Blick unsympathisch wirkt: Oft sieht man deren Stärken erst auf den zweiten Blick. Genauer hinschauen lohnt sich – auch bei den Kollegen!
  • Humor und Arbeit, das geht zusammen: Klar, niemand muss sich derbe Streiche und Gemeinheiten von Kollegen oder Vorgesetzten gefallen lassen, wie sie in der Serie dargestellt werden. Doch auch im Büro gehört eine gute Portion Humor dazu! Insofern: Auch mal Fünfe gerade sein lassen – und Scherze von Kollegen locker nehmen.

4. Dr. House

Dr. House ist ein genialer Mediziner – aber auch sehr eigenwillig. Die Serie ist jedoch nicht nur etwas für Medizininteressierte. Denn nur vordergründig geht es um komplexe Krankheitsdiagnosen, die House oft mit unkonventionellen Herangehensweisen findet. Lehrreich sind vor allem die Konflikte innerhalb des Ärzte-Teams – aber auch mit Vorgesetzten, Anwälten, Angehörigen und Patienten knallt es oft gehörig!

Was wir daraus lernen können:

  • Traue deinen Fähigkeiten: House ist nicht der Typ Arzt, der sich hingebungsvoll um seine Patienten kümmert. Ganz im Gegenteil: Er will mit ihnen so wenig wie möglich zu tun haben. Ähnlich wie Sherlock Holmes ist er geradezu süchtig danach, Rätsel zu lösen. House meint: „Everybody lies“. Deshalb verlässt er sich lieber auf die Fakten und seinen Verstand – und hilft so den Menschen meist mehr, als wenn er sich von seinen Gefühlen leiten ließe. Das heißt: Traue deinen eigenen Fähigkeiten und deinem Wissen, auch wenn andere Menschen dich vielleicht von einer Idee abbringen wollen.
  • Stehe zu deinen Überzeugungen: House hat ein Team herausragender Ärzte, mit denen er seine Fälle diskutiert. Anfangs stehen in der Regel unterschiedliche Theorien im Raum, oft führt dies zu erbitterten Auseinandersetzungen. Mit seinen unkonventionellen Methoden bringt er nicht selten Vorgesetzte, Anwälte oder Angehörige gegen sich auf. Die Lehre: Wenn du von etwas zutiefst überzeugt bist, stehe dazu! Triff die richtige Entscheidung mit aller Konsequenz – auch dann, wenn du dafür ein persönliches Opfer bringen musst.

Beliebte Serien, die zum Nachdenken anregen

Ob es um Liebe, zwischenmenschliche Beziehungen, Familienkonstellationen oder das Arbeitsleben geht: Serien bieten zu verschiedenen Aspekten Erkenntnisse, die sich in den Alltag übertragen lassen. Und: In der Originalfassung lassen sich auf spielerische Weise Sprachkenntnisse trainieren. Tipps und Tricks dazu erfahren Sie hier.

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