Englisch lernen mit Serien wie The Big Bang Theory

Berlitz -

Eine fremde Sprache zu lernen, muss nicht immer mühsam sein. Wer englischsprachige Serien in der Originalfassung schaut, der verinnerlicht die Worte beim Zuhören fast wie von selbst und wird dabei noch bestens unterhalten. Doch nicht jede Serie eignet sich uneingeschränkt für diese Art des Lernens. Ein paar Punkte gilt es zu beachten.

Der Vorteil von Serien in der Originalfassung

Viele Filmfans schwören auf Serien und Filme in der Originalsprache mit ihren unübersetzbaren Wortwitzen und den realen Stimmen der Schauspieler. Auch für das Lernen der englischen Sprache greifen immer mehr Menschen zu Fernsehserien in Originalfassung. Die Zuschauer erleben die Sprache hier in ihrer – mehr oder weniger – „natürlichen“ Umgebung, die noch dazu unterhaltsam inszeniert ist. Im Gegensatz zu Hörbüchern sind die Handlung und die Lippenbewegungen der Schauspieler visuell nachvollziehbar und erleichtern das Sprachverständnis.

Tipps und Tricks zum Einstieg in englischsprachige Serien

Für den Anfang eignen sich am besten bekannte Serien, die in deutscher Sprache bereits einmal geschaut wurden. Wenn die Handlung und die Figuren bekannt sind, fällt der Einstieg leichter als bei neuen Formaten. Selbst alte Folgen der Lieblingsserie können zu Beginn Spaß machen. Schließlich sind Situationskomik, gutes Schauspiel oder emotionale Momente auch ein zweites oder drittes Mal sehenswert.

Danach kann man sich an neue Serien mit einem umfangreicheren Wortschatz wagen. Denn von komplexen, politischen Begriffen oder medizinischem Fachvokabular sollte sich niemand abschrecken lassen: Oft sind einzelne Worte für die Handlung gar nicht so entscheidend oder sie ergeben sich im Laufe der Folge aus dem Kontext. Wenn der Inhalt wirklich unklar bleibt, hält man kurz den Stream an, sucht das Wort mit dem Smartphone auf einer kostenfreien Übersetzungsseite wie dict.cc und schaut sich die Szene erneut an.

Serien mit Untertiteln schauen

Untertitel sind Fluch und Segen zugleich: Einerseits helfen sie bei Verständnis schwieriger Dialoge, andererseits lenken sie den Blick auf den Text und damit weg von der Handlung. Wer zu Beginn nicht auf die Hilfestellung verzichten möchte, der sollte unbedingt Untertitel in der Originalsprache wählen. Englisch zu hören und Deutsch zu lesen ist für das Erlernen der Sprache eher eine Hürde, als eine Hilfe.

Leider bieten nicht alle Streaming-Anbieter in diesem Punkt einen guten Service. Maxdome und Videoload verzichten ganz auf Untertitel, während iTunes oft nur deutschen Text im Programm hat. Nur Amazon Prime Instant Video und Netflix bieten aktuell englische Serien mit Originalton und englischen Untertitel an. Als Alternative hilft nur der Griff zur DVD oder Blu-ray Disc.

Die besten Serien zum Englisch lernen

Sitcoms oder Trickfilmserien sind mit ihrer kurzen Spielzeit und dem übersichtlichen Vokabular gut für eine kurze Lerneinheit. Obwohl die Figuren der Sitcom „The Big Bang Theory“ beispielsweise als Physiker und Astronomen arbeiten, funktioniert der Humor auch ohne Hintergrundwissen oder Fachjargon. Wer den einen oder anderen Wortwitz nicht versteht, kann sich dennoch über visuellen Humor freuen.

Wer britisches Englisch lernen möchte, der wählt die preisgekrönte Serie „Downton Abbey“. Hier bekommen die Zuschauer nicht nur bestes britisches Englisch zu hören, sondern auch einen Einblick in die englische Kultur zwischen den Weltkriegen. Für Fortgeschrittene eignet sich die Serie „Sherlock“, eine moderne Adaption der berühmten Detektiv-Romane. Jedoch ist es eine echte Herausforderung, die komplexen und rasend schnell vorgetragenen Schlussfolgerungen des Sherlock Holmes beim ersten Hören zu verstehen.

Amerikanische Serien bieten eine größere Auswahl für alle, denen die britische Aussprache nicht so wichtig ist. Hier wird jede Vorliebe bedient: In „House of Cards“ spielt Kevin Spacey einen intriganten amerikanischen Präsidenten, während bei „Mad Men“ die Werbebranche der 1960er-Jahre den Rahmen bildet. Kritiker wie Fans lieben die Serien, die auch sprachlich nicht zu komplex sind. Etwas schwieriger wird es beim fantasievollen „Game of Thrones – Das Lied von Eis und Feuer“ mit seinen Wortschöpfungen oder der Krimi-Serie „True Detective“, deren Figuren oft in schwer verständlichen Dialekten sprechen.

Am Ende ist es – wie immer beim Lernen – eine Frage der Übung: Learning by watching. Mit etwas Geduld erzielt man schnell gute Ergebnisse und wird auf dem Weg dahin bestens unterhalten.

Bildnachweis Titelbild: Lego - The Big Bang Theory von Just Bens Photos, CC BY 2.0

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