Sprachlich überleben in Ostafrika: Die wichtigsten Begriffe auf Kisuaheli

Berlitz -

In den ostafrikanischen Ländern Kenia, Tansania und Uganda ist Kisuaheli (auch Suaheli oder Swahili geschrieben) die am weitesten verbreitete Umgangssprache. Zunehmend löst sie auch das aus der britischen Kolonialzeit geerbte Englisch als Amtssprache ab. Was Kisuaheli so besonders macht und mit welchen Wörtern und Begriffen Sie sich bei einem Urlaub in Ostafrika sowohl auf Safari als auch im Restaurant gut zurechtfinden, erfahren Sie hier.

Kisuaheli Basics

Kisuaheli ist im Vergleich zu anderen afrikanischen Sprachen gar nicht so kompliziert. Bis auf ein kleines Detail: Ganz anders als beispielsweise Deutsch oder Englisch, ist Kisuaheli eine agglutinierende Sprache. Das bedeutet, dass Person, Zeit und Kasus nicht durch separate Wörter, sondern durch Vor-, Zwischen- und Nachsilben angezeigt werden. Konkret werden Sätze wie „Ich habe gegessen“ also zu einem einzigen Wort zusammengefasst: „Nimekula“. Ni bedeutet ich, me steht für habe und kula heißt übersetzt essen. Solch ein System ist definitiv gewöhnungsbedürftig. Zum Glück reichen normalerweise schon einzelne Wörter aus, um die Kommunikation zu erleichtern und eine erfolgreiche Verständigung zu garantieren.

Sprachkurs mit dem König der Löwen

Wer Disneys bekannten Animationsfilm "Der König der Löwen" gesehen hat, kennt schon einige Wörter Kisuaheli: Simba, wie der tierische Filmheld heißt, ist nichts anderes als das Kisuaheli-Wort für Löwe. Rafiki, der freundliche Mandrill, heißt auch nicht von ungefähr so: Das Wort rafiki bedeutet Freund. Das weibliche Äquivalent ist mpenzi – Freundin. Wohlbekannt ist auch der Filmsong Hakuna Matata: Dieser Liedtitel bedeutet übersetzt: "Kein Problem!". Wer seinem neuen afrikanischen Freund versichern will, dass alles in bester Ordnung ist, sagt also: Hakuna matata, rafiki langu – Kein Problem, mein Freund!

Auf Safari in Ostafrika mit den richtigen Vokabeln

Wünscht der Hotelangestellte Safari njema!, muss der Angesprochene nicht unbedingt auf dem Weg in die Savanne sein. Das Kisuaheli-Wort safari bedeutet nämlich eigentlich nur Reise und der nette junge Mann hat gerade eine gute Reise gewünscht.

Die meisten Touristen zieht es in Kenia und Tansania zur Tierbeobachtung in die Nationalparks – dort helfen einige Vokabeln weiter: Der Elefant heißt tembo, das Nilpferd kiboko und das Nashorn kifaru. Das Warzenschwein heißt übrigens nicht Pumbaa, sondern ngiri. Warnt der einheimische Guide vor nyoka, nge oder buibui, sind damit respektive Schlange, Skorpion und Spinne gemeint. Deutet der Fischer am Strand aufs Meer und ruft Papa!, schwimmt dort nicht sein Vater, sondern ein Hai.

Wurden alle Warnungen ignoriert und der Tourist findet sich Aug in Aug mit einem hungrigen Löwen wieder, hilft nur noch ein lautes Saidia! (Hilfe!).

Die wichtigsten Phrasen für ein höfliches Miteinander

Wer Einheimische höflich und mit Respekt behandelt, sammelt zahlreiche Pluspunkte in Ostafrika. Dies beginnt schon mit der richtigen Begrüßung auf Kisuaheli mit Habari ya Siku und endet mit dem höflichen Abschied Kwa heri. Bedankt wird sich mit Asante sana und um Entschuldigung wird mit Samahani gebeten.

Stolpersteine tun sich oft im Restaurant auf, wenn das Englisch der Bedienung eher rudimentär ist. Um Salz und Pfeffer zum Nachwürzen wird mit chumvi und pilipili gebeten und wenn beim Besteck etwas fehlt, um kisu (Messer), uma (Gabel) oder kijiko (Löffel). Wer das stille Örtchen sucht, fragt nach dem msalani (oder dem choo) und die Rechnung wird nach der Bitte Malipo tafadhali gebracht.

Benötigt der erschöpfte Tourist nach einem langen Safari-Tag in der afrikanischen Hitze eine Erfrischung, wird der Wunsch Nataka pombe geäußert: Bitte ein Bier! Ein kleines Reisewörterbuch ist gerade bei den Mahlzeiten sehr hilfreich, um in Erfahrung zu bringen, was auf den Tisch kommt. Eine letzte Vokabel, die jeder Ostafrika-Besucher schnell lernt, ist ugali: So heißt der allgegenwärtige Maisbrei.

Es sind nicht viele Wörter in Kisuaheli notwendig, um dem nächsten Urlaub in Afrika entspannt entgegen zu blicken. Wer sich die Begriffe nur schwer merken kann, der lädt sich vorher einfach ein Wörterbuch auf sein Handy. So sind sämtliche Vokabeln immer griffbereit und einfach verstaut. Aber nicht nur Wörterbücher sind hilfreiche Apps für den Urlaub: Es gibt noch eine Vielzahl weiterer Anwendungen, die Ihren Auslandsaufenthalt deutlich angenehmer gestalten können und auf die Sie nicht verzichten sollten. Welche Apps das genau sind und wo Sie diese herunterladen können, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag.

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