Tipps für das Vorstellungsgespräch auf Englisch

Berlitz -

Englisch ist die Sprache der Wirtschaft. Für Bewerbungen in den USA oder England sind kompetente Englischkenntnisse natürlich Pflicht und auch in Deutschland werden Bewerber oft schon im Vorstellungsgespräch darauf geprüft. Wer im Lebenslauf seine Sprachkenntnisse angibt oder sich bei einer international agierenden Firma bewirbt, sollte sich von einem spontanen Wechsel in die andere Sprache nicht überraschen lassen. Damit das Gespräch ein Erfolg wird, sind hier die wichtigsten Tipps für das sogenannte „job interview“ auf Englisch.

Die Umgangsformen beim ersten Treffen

Egal ob in Deutschland, den USA oder England: „The first impression counts.“ – der erste Eindruck zählt. Bewerber sollten zum Vorstellungsgespräch gepflegt erscheinen: die Herren in der Regel in Anzug und Krawatte, die Damen im Businesskostüm. Das gilt selbst für Jobs, bei denen die Kleidung im Berufsalltag etwas lockerer ist.

Besonders in den USA wird großen Wert auf ein professionelles Auftreten gelegt. Dennoch bieten viele Chefs dem Bewerber schon bei der Begrüßung die Anrede per Vornamen an. Das bedeutet nicht, dass das Gespräch formlos wird. Ein professioneller Umgang und respektvolle Höflichkeit gegenüber dem Vorgesetzten sind auch in den Vereinigten Staaten geboten.

Die wichtigsten Fragen im Vorstellungsgespräch auf Englisch

Ob das Gespräch vollständig auf Englisch stattfindet oder der Personaler plötzlich in die andere Sprache wechselt – für das Vorstellungsgespräch sollten Bewerber unbedingt ihr Wirtschaftsenglisch auffrischen. Speziell solche Vokabeln sind wichtig, die für das fragliche Berufsfeld relevant sind. Wer sich einige Formulierungen und Antworten auf gängige Bewerbungsfragen zurechtlegt, tritt sicher und selbstbewusst auf.

Tell us about your career so far. | Erzählen Sie uns etwas über Ihre bisherige Karriere.

Eine klassische Frage, um das Gespräch zu beginnen. Hier genügt ein kurzer Abriss über die letzten Stationen mit den Hauptaufgaben und Verantwortungen. Wer seinen Lebenslauf vorher ins Englische übersetzt hat, sollte sich daraus wichtige Vokabeln wie „responsibility“ (Verantwortung) oder „apprenticeship“ (Ausbildung) einprägen.

Why did you apply for a position in our company? | Warum haben Sie sich für eine Stelle in unserer Firma beworben?

Ein Blick auf die Unternehmenswebseite ist vor jedem Vorstellungsgespräch sinnvoll. Das gilt besonders für die englischsprachige Webseite. Dort sollten sich Bewerber über wichtige Fakten und zentrale Begriffe der Firma informieren, um sich im Gespräch darauf zu beziehen.

What makes you the perfect candidate for this position? | Was macht Sie zum idealen Kandidaten für diese Position?

Neben fachlichen Kompetenzen sind besonders in den USA die sogenannten „soft skills“ wichtig: Soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Selbstbewusstsein oder kommunikative Stärken werden sehr gerne gesehen. Sie gelten in den Vereinigten Staaten oft mehr als Noten oder Abschlüsse.

What were your main tasks at your last position and what was your biggest challenge? | Was waren Ihre Hauptaufgaben bei Ihrer letzten Stelle und was war Ihre größte Herausforderung?

Bei den Hauptaufgaben sollten konkrete Verantwortungsbereiche im Vordergrund stehen, die auch für die neue Position wichtig sind. In Bezug auf die Herausforderungen können Bewerber mit Ehrlichkeit punkten. Wer selbstkritisch über zurückliegende Schwierigkeiten reflektiert und gleichzeitig Lösungsvorschläge aufzeigt, beweist Selbstsicherheit und Erfahrung im Krisenmanagement.

Do you have any further questions? | Haben Sie noch weitere Fragen?

Ein Blick auf die Unternehmenswebseite lohnt sich auch hier. Wer sich bereits im Vorfeld Fragen zu Fortbildungsoptionen oder Aufstiegsmöglichkeiten überlegt, wirkt interessiert und motiviert.

Fettnäpfchen beim Bewerbungsgespräch im Ausland

In den USA und England sind Vorstellungsgespräche oft weniger förmlich als in Deutschland. Bewerber sollten sich davon nicht zu sehr leiten lassen und jegliche Etikette vergessen. Umgangssprachliche Ausdrücke wie „gonna“ statt „going to“ oder „ain't“ für „am not/is not/are not“ sollten definitiv vermieden werden. Ein pünktliches Erscheinen ist grundsätzlich Pflicht, besonders natürlich in England.

Darüber hinaus bleiben Themen wie Herkunft, Alter oder Religion im Vorstellungsgespräch außen vor. Auf Grund der Anti-Diskriminierungsrichtlinien in beiden Ländern sind diese Dinge oft schon in der Bewerbung ein Tabu.

Grundsätzlich sollten Bewerber entspannt ins Gespräch gehen. Wer seine Antworten auswendig lernt und nur nervös aufsagt, wird keinen guten Eindruck vermitteln. Ein selbstsicheres Auftreten hilft im Vorstellungsgespräch oft mehr als ein makelloses Englisch.

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