G’day mate! Die Grundlagen des australischen Dialekts

Berlitz -

Das australische Englisch ist bunt gemixt und klingt völlig anders als britisches oder amerikanisches Englisch; nicht zuletzt durch die Einflüsse verschiedener Einwanderer und der Ureinwohner haben sich sprachliche Besonderheiten gebildet, die in Australien herausgehört werden können. Wie sich diese Eigenarten konkret zeigen und welche Grundlagen für den authentischen australischen Dialekt beachtet werden müssen, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag.

Anderes Land, anderes Englisch: Warum australisches Englisch anders klingt

Neben der Vielfalt an sprachlichen Einflüssen trägt auch die bekanntlich lässige Haltung der Australier zum charakteristisch „breiten“ Wortlaut bei. Viele Abkürzungen und eine Aussprache, bei der häufig wenig Wert auf Exaktheit gelegt wird, sind Ausdruck des australischen Lifestyles.

Australian English: die Basics des Dialekts

Damit Sie bei Ihrem nächsten Australien-Aufenthalt keine Kommunikationsschwierigkeiten haben, stellen wir hier die Grundlagen der „Aussie“-Mundart vor:

Aussprache

Die australische Aussprache ist bis heute stark vom Einfluss der irischstämmigen Bewohner des Landes geprägt, weshalb sie sich in vielerlei Hinsicht von der British Received Pronounciation (britischer Standardakzent) unterscheidet. Eine Ähnlichkeit zum neuseeländischen Englisch ist ebenfalls auffällig. Häufig wird auch der Londoner Cockney-Dialekt als Vorbild für Australian English gesehen. Noch nie gehört? Informieren Sie sich in unserem Beitrag über englische Dialekte.

Möchten Sie also den australischen Dialekt imitieren, sollten Sie sich an diese generellen Tipps halten: Sprechen Sie leicht nasal und lassen die Betonung – ähnlich wie bei Fragen im Deutschen – am Ende des Satzes ansteigen. Außerdem vereinfachen Sie manche Worte, indem Sie bestimmte Laute weglassen: So wird „good day“ im Australischen zu „g’day“ während „how’s that“ wird zu einem noch kürzeren „howzat“ zusammengezogen.

Diminutive (Verkleinerung eines Substantivs)

Australier verkürzen gern ihre Substantive, indem sie Verkleinerungs- und Verniedlichungsformen nutzen. Das britische „breakfast“ wird zu „brekkie“, und der lästige „mosquito“ wird zu „mozzie“ verniedlicht. Diese Verkürzung der Substantive erreicht im australischen Englisch ihren Höhepunkt, wenn von Wörtern nur noch einzelne Laute übrigbleiben: „Excellent“ wird zu „ace“ oder „kangaroo“ zu „roo“.

Mit diesen Vokabeln entschlüsseln Sie den „Aussie“-Dialekt:

  • Mate: Mit „mate“ werden meist Freunde angesprochen, es kann aber auch als lockere Anrede von noch unbekannten Personen verwendet werden.
  • No worries: Häufig als Antwort verwendet steht „no worries“ oftmals für „Ja“ oder „gern geschehen“.
  • Bloody: Mit Blut hat diese Vokabel wenig zu tun: Es ist vielmehr ein Ausdruck, um etwas Extremes hervorzuheben. Wenn ein belegtes Brot besonders lecker ist, würde der Australier sagen: „This sandwich is bloody delicious!“
  • Sheila: Auch wenn Ihre Bekanntschaft einen ganz anderen Vornamen trägt, müssen Sie sich hier nicht wundern: junge Frauen im Allgemeinen werden in Australien gerne als sheila bezeichnet.

Manche australische Begriffe erscheinen im Kontrast zu ihren britischen Gegenstücken besonders „bonkers“:

  • British English: crazy | Australian English: bonkers
  • British English: criminal | Australian English: bushranger
  • British English: alcohol | Australian English: grog

Zuhören und verstehen: der australische Dialekt in der Praxis

Wie viele fremde Dialekte ist auch der australische manchmal schwer zu verstehen, wer aber ein paar grundsätzliche Eigenheiten des Vokabulars und des Klangs der Sprache verstanden hat, dem wird es leichtfallen. Und falls Sie Schwierigkeiten bei der Kommunikation haben sollten, nehmen Sie es mit australischer Lässigkeit und fragen nach: Die Australier gelten als sehr offen und freundlich und helfen Ihnen sicherlich gerne weiter.

Nachdem Sie jetzt über eine theoretische Grundlage verfügen, geht es in die Praxis: Sehen Sie sich diese Videos an und entdecken die Sprache der „Aussies“.

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